1) CPV-Codes

In der Vergangenheit wurden bei der Auswahl des Haupt-CPV-Codes häufig Codes ausgewählt, die im Widerspruch mit der gewählten Leistungsart standen. Dies führte zu falschen Zuordnungen auf Seiten der EU.

Um dies zukünftig zu verhindern, ist es nunmehr nur noch gestattet, für den Haupt-CPV-Code Codes auszuwählen, die gezielt für die gewählte Leistungsart stehen.

So können Sie also beispielsweise in einem Bauleistungsverfahren  im Hauptgegenstand nur einen CPV-Code aus dem Bereich =45000000 wählen, bei den "ergänzenden Gegenständen" besteht auch weiterhin die Möglichkeit der Auswahl leistungsartfremder CPV-Codes.

Bei Lieferleistungen ( < 45000000 ) und Diensleistungen ( > 45000000 ) verhält es sich ebenso. 

 

2) NUTS- Codes

Weiterhin bekommen Sie nunmehr bei der Vollständigkeitsprüfung eine Fehlermeldung, wenn der von Ihnen gewählte NUTS-Code nicht mit dem eingetragenen Länder-Code übereinstimmt.

Diesen Fehler können Sie vermeiden, wenn Sie wie hier beschrieben, den NUTS-Code vom System auswählen lassen. Die Eingabe der Postleitzahl ist  schon ausreichend, das System übernimmt die Ergänzung der restlichen Angaben ( auch des Länder-Codes ) durch den erfassten NUTS-Code.

Tipp: Erfassen Sie die NUTS-Codes der Adressen in der Verwaltung korrekt, haben Sie diese Fehlerquellen im Bekanntmachungstext ausgeschlossen.

 

3) Eingabe der Internet-Adresse

Bei der Auswahl der Adressen (Bspw. Auftraggeber oder Kommunikationsstelle) ist die Angabe einer Internet-Adresse Pflicht.

Der Adresse ist nun immer ein http:// oder ein https:// voranzustellen.

Um sicher zu stellen, dass die Schreibweise korrekt in die Bekanntmachung aufgenommen wird, empfiehlt sich die Änderung unter Verwaltung - Adressen.

 

4) Veröffentlichungsnummer bei vorhergehenden Veröffentlichungen (Vergebener Auftrag)

Die Verbindung zwischen verschiedenen Veröffentlichungen, die zu einem Verfahren gehören, wird bei der EU durch die Veröffentlichungsnummer der vorhergehenden Veröffentlichung hergestellt. In der B_I eVergabe erfolgt diese Verknüpfung über den B_I code.

In der Vergangenheit fehlte diese Angabe häufig, besonders bei den an die EU übersandten Vergebenen Aufträgen.

Deshalb hat die EU an dieser Stelle die Regel verschärft. Ein Vergebener Auftrag, bei dem die Angabe der Veröffentlichungsnummer, auf den sich dieser Vergebene Auftrag bezieht, fehlt, wird nicht angenommen. Das ist jetzt auch in die Vollständigkeitsprüfung eingebunden.

Die Veröffentlichungsnummern Ihrer vorangehenden Bekanntmachungen finden Sie in der >Übersicht< Ihrer Vergabe im Bereich >Veröffentlichungen<. Klicken Sie dort den Ansicht-Button auf der rechten Seite bei "erweiterte Informationen zu EU-Bekanntmachungen" an.

Im sich nun öffnenden Fenster finden Sie die Angabe unter dem Stichpunkt >Veröffentlicht unter<. 

Fazit: Auch nach dem 15.01.2020 können Sie Ihre Veröffentlichungstexte erfolgreich an die EU übermitteln, wenn Sie die verschärften Anforderungen an die Vollständigkeit Ihrer Bekanntmachung beachten.